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Gli occhi a posto degli orecchi
Die Augen anstelle der Ohren
Diese Komposition ist dem Klang, oder besser dessen Möglichkeit, Atmosphäre und Empfindungen zu schaffen, gewidmet. Sie ist eine Hommage an die Klänge der menschlichen Stimme; die Stimme nicht nur als Instrument der Kommunikation, sondern auch als musikalisches, rhythmisches.
Der Titel des Musikstückes „ho gli occhi a posto degli orecchi“ (ich habe die Augen anstelle der Ohren) beziehet sich auf die Fähigkeit, sich zum Beispiel die Person, welche mit uns am Telefon spricht, oder Dinge, über die man spricht, vorzustellen, sie während der Konversation zu sehen (ohne iPhone oder Skype :-)); aber auch darauf, dass wenn die Wörter verloren gehen, zerbrechen, in Frequenzen untergehen(„non sento niente“ – ich höre nichts; „ti sento molto lontano“ – ich höre dich von sehr weit her; „non ti sento più“ – ich höre dich nicht mehr, „ha strane risonanze il tuo apparecchio“ – es hat seltsame Resonanzen in deinem Apparat“), die menschliche Stimme immer noch Emotionen und Bilder hervorrufen kann.
Die Fähigkeit der Wörter eine Welt zu schaffen, ihre Schönheit und Musikalität im Klang der menschlichen Stimme haben also diese Arbeit inspiriert.
Ungefragt sind an diesem Stück beteiligt:
Jean Cocteau(1), Anna Magnani (1), Roberto Rossellini (1), Ingrid Bergman (1), Patrizia Vicinelli (http://ubu.wfmu.org/sound/vicinelli_patrizia/Vicinelli-Patrizia_Sette-Poemi_1967-76.mp3 http://www.youtube.com/watch?v=lraVJMhl9_I), mein Telefonbeantworter, verschiedene Freunde, MacBookPro, Logic Pro und Puredata http://puredata.info/.
(1) La voix humaine
http://www.youtube.com/watch?v=78KPiLDxfFo
http://www.youtube.com/watch?v=RDSgpBoVcx0
Cut-up, Elektroakustik, Experimentelles Audio, Hörspiel, Kommunikation, Noise, Soundart, Stimme, Wörter
| Zugriffe: | 49 |
|---|---|
| Stimmen: | 110 |
| Kommentare: | 1 |
| Upload: | 08.08.2010 |
| Genre: | Klangkunst |
| Produzent: | Leisestark |
|---|---|
| Regisseur: | Leisestark |
1 Kommentar
Hallo Leisestark,
auch als Wortfragmente, als 'bloße' Laute, ziehen mich die Stimmen in das Stück hinein, ich klicke mich nicht weg, will wissen, wie es weiter geht, das Stück, und die Kommunikation der Stimmen mit mir, der Zuhörerin. Die Stimmen werden zu Musik, das 'zieht' mich. Und kombiniert mit Percussion, und auch die Stimmen selbst als Percussion-Fragmente: toll! Hat mir gut gefallen. Danke fürs Teilen.
Grüße
Mysoco
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